Führung Frankfurter Skyline!

Unter dem Motto „Skyline Frankfurt und Maintower“ stand der Ausflug der Bürgerselbsthilfe Silberdisteln Kronberg e. V. (BSK), an dem 23 Mitglieder Ende Mai teilnahmen. Die Historikerin Silke Wustmann hat die Gruppe auf lebendige Art mit einem Mix aus Geschichte und Geschichten, Technik und Kunst begeistert. Begonnen hat die Führung mit dem Commerzbank Tower am Kaiserplatz. Der Commerzbank Tower ist mit 258,7 Metern das höchste Bürogebäude Europas und wurde 1994 vom Architekten Norman Foster + Partner entworfen. Er steht auf 111 Stahlbetonpfählen, die 50 Meter tief im Boden versenkt sind. Die neun integrierten Gärten in den oberen Etagen sind einzigartig und bieten asiatische, mediterrane und nordamerikanische Vegetationen. Eine Hochhausführung beinhaltet gleichzeitig auch einen Ausflug in die Kunst. Im Eingangsbereich der Commerzbank hängt eine riesige Kugel des Schweizer Künstlers Dave aus zusammengesetzten Glasfaserröhren, die je nach Drehrichtung unterschiedliche Motive entfaltet und einen Planeten darstellen soll. Die Lobby ist großzügig gestaltet und wird durch einen dreieckigen gläsernen Kamin über die gesamte Höhe des Gebäudes lichtdurchflutet. Eine Wand in der Lobby zeigt ein monumentales Farbvlies des Künstlers Thomas Emde, einen Wolkenhimmel, der je nach Standort des Betrachters seine Farben von Morgenröte über Tageshelligkeit bis hin zum Abendblau verändert. Weiter ging es vorbei am Japanhaus und den Zwillingstürmen „Soll und Haben“ der Deutschen Bank zum Maintower. Unterwegs hat die Gruppe der BSK von Silke Wustmann noch viel über die Geschichte der anderen Wolkenkratzer erfahren, auch Skurriles und Witziges. Der Main Tower wurde 1999 fertiggestellt und beherbergt unter anderem die Helaba. Erstmals wurde in Europa ein Hochhaus mit vollverglaster Fassade gebaut. Es ist 200 Meter hoch und mit 112 Gründungspfählen 50 Meter tief in den Untergrund gesetzt. Das Rohrsystem in den Pfählen wird im Sommer zur Klimatisierung genutzt. Im 53. Stock ist das Fernsehstudio des HR untergebracht, von dort wird die Hessenschau ausgestrahlt. Auch die Helaba fördert die Kunst, und es gibt eine bankinterne Sammlung zeitgenössischer Künstler. Im Foyer konnte die BSK-Gruppe das überdimensionale Wandmosaik „Frankfurter Treppe“ des Künstlers Stephan Huber bewundern. Es setzt sich aus ca. zwei Millionen Glassteinen zusammen und ist eine Verneigung vor den Personen, die mit der Kultur und Geschichte der Stadt eng verbunden sind, unter vielen anderen z.B. Anne Frank, Adorno, Reich-Ranicki.
100_1716.JPG 100_1717.JPG 100_1718.JPG Planet.JPG 100_1719.JPG Frankfurter Treppe.JPG 100_1720.JPG 100_1721.JPG 100_1722.JPG 100_1723.JPG
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